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www.efmd.org/

Die European Foundation for Management Development (efmd) und ihr Gütesiegel EQUIS


Organisation und Ziele

Die 1972 gegründete European Foundation for Management Development (efmd) versteht sich als internationales Netzwerk der führenden wirtschaftswissenschaftlichen Bildungseinrichtungen. Zu ihren insgesamt 700 Mitgliedern zählen nicht nur fast alle renommierten Business Schools in Europa, sondern auch Unternehmen und Hochschulen in allen Teilen der Welt. Ihre Hauptziele sind der Wissensaustausch zwischen den Partnerorganisationen durch Konferenzen, Seminare, Lerngruppen und Informationsmaterialien sowie die Qualitätssicherung in der internationalen Managementausbildung. Sitz der Nonprofit-Organisation mit rund 30 hauptamtlichen Mitarbeitern ist die belgische Hauptstadt Brüssel.

Qualitätswächter und hochkarätiges internationales Netzwerk für Business Schools und Unternehmen

EQUIS (European Quality Improvement System) ist das von der efmd seit 1997 verliehene Gütesiegel für wirtschaftswissenschaftliche Bildungsinstitutionen. Voraussetzung für die EQUIS-Akkreditierung sind nicht nur weltweit höchste Qualitätsstandards in Forschung und Lehre, sondern auch eine ausgeprägte internationale Orientierung sowie enge Kontakte zur Unternehmenspraxis. Seiner europäischen Prägung folgend strebt der EQUIS Akkreditierungsprozess bewusst keine weltweite Standardisierung von Ausbildungsprogrammen an, sondern respektiert und fördert regionale und nationale Eigenheiten. Daher werden auch nicht einzelne Studiengänge, sondern Institutionen als Ganzes akkreditiert. Um ein konsequentes Qualitätsmanagement in Gang zu halten, werden EQUIS-Akkreditierungen stets nur für einen Zeitraum von drei oder fünf Jahren ausgesprochen und müssen anschließend erneuert werden.

Der EQUIS-Akkreditierungsprozess läuft in fünf Stufen ab: Nach einer förmlichen Bewerbung wird zunächst die grundsätzliche Eignung der Institution für den Bewerbungsprozess überprüft. Kommt diese erste Überprüfung zu einem positiven Ergebnis, muss sich die Hochschule in einem umfangreichen "Self-Assessment Report" darstellen. Dieser umfasste im Fall der Universität Mannheim 380 Seiten. In einem anschließenden zweieinhalbtägigen Besuch verschafft sich eine vierköpfige internationale Expertenkommission, der neben Vertretern aus dem akademischen Bereich auch ein Mitglied aus der Unternehmenspraxis angehören muss, ein detailliertes Bild vor Ort. Sie überprüft nicht nur die in dem "Self-Assessment Report" gemachten Aussagen, sondern führt auch Interviews mit Hochschul- und Fakultätsleitung, Professoren, Alumni, Studierenden sowie anderen Institutionen der Universität. Auf Basis der gewonnenen Eindrücke gibt diese Expertenkommission einen Bericht mit einer Empfehlung an den "Awarding Body" ab. Dieses Gremium fällt die endgültige Akkreditierungsentscheidung.

Seit 1997 haben sich laut efmd-Statistik mehrere hundert Bildungseinrichtungen weltweit für eine EQUIS-Akkreditierung interessiert. Momentan sind 144 Institutionen aus 39 Ländern akkreditiert. Zu diesem Kreis gehören nicht nur die ersten Adressen der europäischen Management- Ausbildung, wie beispielsweise die London Business School und die Warwick Business School in Großbritannien, ESSEC, INSEAD und HEC in Frankreich oder das Instituto de Empresa (IE), ESADE und IESE in Spanien, sondern zunehmend auch angesehene Hochschulen auf anderen Kontinenten.