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Foto: Felix Zeiffer

Mannheimer Steuerforschung im Fokus der Medien

Cum-Ex-/Cum-Cum-Deals: Steuerexperte Christoph Spengel trägt maßgeblich zur Neuberechnung des Steuerschadens bei

Bereits seit mehreren Jahren forscht der Mannheimer Steuerprofessor Christoph Spengel zum Thema und veröffentlichte bereits 2015 eine erste Studie zur dubiosen Geschäftspraxis der Cum-Ex- und Cum-Cum-Deals. Nun arbeitete Spengel rund sieben Monate gemeinsam mit einem Journalistenteam an der weiteren Untersuchung des Skandals. Das Ergebnis: Von den betrügerischen Praktiken sind neben Deutschland mindestens zehn weitere europäische Länder betroffen. Europäische Steuerzahler wurden demnach um mindestens 55 Milliarden Euro betrogen.

Spengel berechnete bereits im letzten Jahr, dass allein der deutschen Bundes­regierung 31,8 Milliarden an Steuergeldern entgangen sind. Laut den nun veröffentlichten „Cum-Ex Files” kommen in Frankreich mindestens 17 Milliarden, in Italien 4,5 Milliarden, in Dänemark 1,7 Milliarden und in Belgien 201 Millionen Euro dazu.

Christoph Spengel ist Inhaber des Mannheimer Lehr­stuhls für Allgemeine Betriebs­wirtschafts­lehre und Betriebs­wirtschaft­liche Steuerlehre II und Research Associate am Zentrum für Europäische Wirtschafts­forschung (ZEW). Er fungiert als Gutachter des Untersuchungs­ausschusses und Berater des Bundes­finanz­ministeriums zum Thema Cum-Ex- und Cum-Cum-Geschäfte.

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