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Soziale Interaktionen verschiedener Expertisetypen in kaufmännischen Abteilungen

Beteiligte: Daniel Paul Köhler und Prof. Dr. Andreas Rausch

Status: laufend. Bisher sind sehr umfangreiche Pilot­studien durchgeführt worden. Die Hauptstudie startet aktuell. Interessierte Unternehmen können sich gerne unverbindlich melden und weitere Informationen einholen. Hier finden Sie eine übersichtliche Information, die Sie auch gerne weiterreichen dürfen. 

Er­kenntnisziele / Fragestellungen: 

  • Aufdecken von Art, Häufigkeit und Inhalt sozialer Interaktionen von Experten/innen und Spezialisten/innen an Arbeits­plätzen 
  • Identifikation verschiedener Expertisetypen und Expertiselevel anhand von Aufgabenmerkmalen.
  • Herausarbeiten von wiederkehrenden Fragen seitens Novizen/innen an die Experten/innen und Spezialisten/innen, um hierdurch Wege aufzuzeigen, um Experten/innen und Spezialisten/innen zeitlich zu entlasten. Sowie weitere Aspekte 

Die Entwicklung von Expertise findet vor allem im Zusammenspiel mit dem sozialen Umfeld statt. Der Zugang zu Experten/innen im Team ist hierbei eine der wichtigsten Ressourcen. Durch die Studie sollen die in dem ersten Teil­projekt herausgearbeiteten Expertisetypen durch Frage-Profile identifiziert werden. Der praktische Nutzen ergibt sich in erster Linie aus der Identifikation von wiederkehrenden Fragearten, um diese im Rahmen des organisations­internen Wissens­management zentral bereitstellen zu können. Hierdurch werden Experten/innen in ihrer täglichen Arbeit entlastet. Weiterer praktischer Nutzen zielt auf die Identifikation von zentralen Personen in informellen Netzwerken sowie der Identifikation von Individuen, die als einzige über bestimmtes Wissen verfügen und deren Wissen, wenn möglich, expliziert werden sollte.

Methode: Die Erhebung setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Zum einen wird ein kurzer Fragebogen verwendet, dessen ausfüllen ca. 9 Minuten dauert. Als zweiter Part wird ein Tagebuch genutzt. In dem Tagebuch werden Fragen erfasst, bei denen man selbst durch andere um Rat gefragt wird (z.B. „kannst du mir bei diesem und jenem Problem helfen?“ oder „wie würdest du die Aufgabe denn angehen?“).  

Mehrwert für teilnehmende Unternehmen:

  •  Wissenschafts-Praxis-Transfer mit praxis­orientierten Handlungs­empfehlungen. 
  •  Ineffizienter Wissensaustausch im Unternehmen kann, falls vorhanden, identifiziert werden. 
  • Wiederkehrende Fragen durch Novizen/innen an Experten/innen werden identifiziert. Zukünftige Auszubildende und Trainees können z.B. PDF mit durch uns identifizierten, typischen Fragearten & von Ihnen intern erarbeiteten Antworten bekommen.
  • Aufdecken von Entwicklungs­potenzialen hinsichtlich der Kultur im Unternehmen. 
  •  Das Unternehmen bekommt informelle Netzwerke innerhalb und außerhalb des Unternehmens aufgezeigt. Netzwerke können im Rahmen des Wissens­managements gefördert werden. 
  •  Auszubildende können Entwicklungs­potentiale hinsichtlich des Hineinwachsens in informelle Netzwerke gezeigt bekommen und schneller Kompetenzen entwickeln. Dies spart Ausbildungs­kosten.
  • Experten/innen und Spezialisten/innen werden sich mehr noch ihrem Handeln bewusst und können dieses bei Bedarf modifizieren. Dies nützt vor allem mit Blick auf Einarbeitung von weniger erfahrenen Mitarbeitenden. Dies spart Geld, Zeit und Sorgen.

Stichprobe: Für Fragebogen sollen insgesamt 200 Personen und für das Tagebuch insgesamt 50 Personen gewonnen werden. Die 50 Teilnehmenden für das Tagebuch verteilen sich zu in etwas gleichen Teilen auf die verschiedenen Gruppen (Auszubildende, Experten/innen und Spezialisten/innen). Die Stichprobe verteilt sich zudem auf die verschiedenen, teilnehmenden Unternehmen.

Aktuell suchen wir noch interessierte Unternehmen. Bei Interesse an Teilnahme oder an weiteren Informationen sehr gerne eine E-Mail an daniel.paul.koehler uni-mannheim.de schicken.