Forschung
Digitale Technologien, Märkte und Strategie: Schnittstelle zwischen Technologie und Wirtschaft
Forschungsschwerpunkte
Digitale Technologien verändern fortwährend die Rahmenbedingungen unternehmerischen Handelns. Besonders deutlich zeigt sich dies derzeit bei Künstlicher Intelligenz, aber auch bei digitalen Plattformen, sozialen Medien, datengetriebenen Geschäftsmodellen und anderen technologischen Entwicklungen, die Unternehmen, Märkte und strategische Entscheidungen prägen. Für Unternehmen, Gründer und Investoren entstehen dadurch neue Chancen, aber auch erhebliche Unsicherheiten: Welche Technologien werden strategisch relevant? Welche Geschäftsmodelle sind langfristig tragfähig? Wie verändert sich der Wettbewerb in digitalen Märkten? Und wie lassen sich Daten, Algorithmen und Analytics sinnvoll in Wertschöpfung und Entscheidungen integrieren?
Der Lehrstuhl untersucht diese Fragen aus einer wirtschaftswissenschaftlichen Perspektive. Im Mittelpunkt steht die Analyse, wie digitale Technologien Wertschöpfung, Geschäftsmodelle und Wettbewerb verändern und welche strategischen Handlungsoptionen sich daraus ergeben. Unser Interesse gilt dabei nicht allein der Technologie selbst, sondern vor allem ihren ökonomischen Wirkungen – um daraus Handlungsempfehlungen für Unternehmen abzuleiten.
Unsere Vorgehensweise
Ein zentraler Teil unserer Forschung besteht darin, die zugrunde liegenden ökonomischen Mechanismen zu identifizieren. Wir untersuchen insbesondere, wie neue Technologien auf Nachfrage, Preise, Wettbewerbspositionen, Innovation und das Verhalten von Konsumenten wirken. Dabei interessiert uns etwa, ob neue Technologien Markteintritt erleichtern oder bestehende Marktmacht verstärken, ob sie Produktivität und Innovation fördern oder etablierte Geschäftsmodelle unter Druck setzen, und wie sie die Interaktion zwischen Unternehmen und Kunden verändern. Aus diesen Mechanismen leiten wir konkrete Vorhersagen ab.
Diese Vorhersagen überprüfen wir systematisch mithilfe von Daten und modernen empirischen Methoden. Dabei geht es nicht um die bloße Beschreibung technologischer Entwicklungen, sondern um eine belastbare Analyse ihrer Auswirkungen. Dazu nutzen wir unter anderem große Datensätze, kausale Analysen mittels Difference-in-Differences, A/
Wissenschaftliche Exzellenz
Die Forschung des Lehrstuhls ist international exzellent ausgewiesen. Unsere Forschungsarbeiten erscheinen regelmäßig in führenden Fachzeitschriften wie Management Science, Information Systems Research und MIS Quarterly. Gefördert werden diese Arbeiten durch hochkompetitive Programme auf europäischer und nationaler Ebene, darunter ein Starting Grant des European Research Council über 1.49 Mio Euro sowie mehrere Förderungen durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG).
Für seine Forschungsleistungen wurde Prof. Dr. Jens Förderer mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem Best Paper of the Year Award der führenden Fachzeitschrift Information Systems Research. Im Forschungsranking der WirtschaftsWoche zählt er zu den produktivsten Wirtschaftswissenschaftlern im deutschsprachigen Raum unter 40 Jahren und belegt gemessen an A+-Publikationen den ersten Platz. Zudem wurde er vom Wirtschaftsmagazin Capital als einer der Top 40 unter 40 in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgezeichnet.
Relevant, konkret und entscheidungsorientiert
Zugleich steht unsere Forschung in engem Austausch mit der Praxis. Wir arbeiten mit Unternehmen, Beratungen, Gründern und Investoren zusammen, um relevante Fragestellungen früh zu erkennen, wissenschaftlich zu untersuchen und unsere Erkenntnisse in konkrete Kontexte zu übertragen. Auf dieser Grundlage leiten wir evidenzbasierte Handlungsempfehlungen ab. Gerade in technologiegetriebenen Märkten, die durch hohe Unsicherheit geprägt sind, sehen wir darin einen zentralen Beitrag der Forschung: technologische Entwicklungen grundlegend zu verstehen und Orientierung für betriebswirtschaftliche Entscheidungen zu geben. Aktuelle Erkenntnisse aus der Forschung fließen unmittelbar in die Lehre ein. Dadurch erwerben Studierende Wissen auf dem aktuellen Stand der Forschung.




