Zwischen Anpassung und Verantwortlichkeit: Eine organisationale Perspektive auf gewaltsame Konflikte

Krieg ist ein inhärent soziales und organisiertes Phänomen. Dennoch bleibt ein organisations­theoretischer Ansatz zu gewaltsamen Konflikten und den darin agierenden Akteuren unter­entwickelt. Diese Dissertation adressiert diese Lücke, indem sie Organisationen als Akteure in gewaltsamen Konflikten unter­sucht, sowohl hinsichtlich ihrer Geschäfts­tätigkeit als auch hinsichtlich der moralischen Herausforderungen, mit denen sie konfrontiert sind. Durch einen History to-Theory-Ansatz beleuchtet diese Arbeit die internen Organisations­prozesse, die es Unter­nehmen ermöglichen, in Kriegsgebieten zu operieren. Andererseits wird eine Mikroperspektive angewandt, um die externen moralischen Legitimitätsurteile von Stakeholdern im Heimatland zu unter­suchen, die Unter­nehmen zur Rechenschaft ziehen, wenn diese sich an illegalen Kriegen mitschuldig machen. Durch diesen Mixed-Methods Ansatz zielt die Dissertation darauf ab, neue Theorie über die Beziehung zwischen Organisationen, ihren Stakeholdern und gewaltsamen Konflikten zu generieren und zu testen.