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Weitere laufende Projekte


Lernen am Arbeits­platz­platz im dualen Studium

Analyse von Praxis­phasen in den Bachelor­studien­gängen der Hochschule der Bundes­agentur für Arbeit (HdBA)

Das Projekt „Lernen am Arbeits­platz im dualen Studium“ ist ein Kooperations­vorhaben der Hochschule der Bundes­agentur für Arbeit (HdBA) und der Universität Mannheim (Lehr­stuhl für Wirtschafts­pädagogik, Berufliches Lehren und Lernen).

Im Rahmen des Projekts werden Lernpotenziale und Wirkungen von Praxis- und Reflexions­phasen in den beiden dualen Bachelor­studien­gängen Arbeits­markt­management und Beratung für Bildung, Beruf und Beschäftigung der HdBA untersucht. Eine derartige Untersuchung ist besonders in dualen Studien­gängen von Relevanz, da diese einen besonders hohen Anteil an Praxis­phasen aufweisen.

Um mehr über die Wirkungen der Praxis- und Reflexions­phasen im Verlauf des Studiums zu erfahren, ist das Projekt als eine Längsschnittstudie über die Praxistrimester hinweg angelegt (die Gesamtlaufzeit des Projekts beträgt vier Jahre). Zu Beginn der Untersuchungen werden die Studierenden bezüglich ihrer Ziele und Erwartungen für die Praxistrimester, ihrer Studien­interessen und ihrer beruflichen Selbstwirksamkeits­einschätzung befragt. Die Analyse der Lernprozesse während der Praxistrimester erfolgt mittels elektronischer Lerntagebücher, in denen die Studierenden durchgeführte Arbeits­tätigkeiten dokumentieren und zusätzlich deren wahrgenommene Lernpotenziale beurteilen. Zum Ende der Praxistrimester werden die Kompetenz­entwicklung der Studierenden sowie Potenziale des Lernortes Arbeits­platz (im dualen Studium) erfasst.

 


Workplace Learning Support (WLS)

Im Projekt „Workplace Learning Support (WLS)“ wird der Umgang von Mitarbeitenden mit Standard­software im Büroalltag analysiert. Ziel ist es zu erfassen, wie Mitarbeitende lernen und wie diese Prozesse gefördert werden können.

Das Projekt ist eine Kooperation zwischen Führungs­kräften der SAP SE und tts GmbH sowie der Universität Mannheim.

Mehr Informationen finden Sie hier.

 


Herausforderung Heterogenität

Theorie-Praxis-Kooperation zur evidenz­basierten und praxis­orientierten Professionalisierung von angehenden Lehr­kräften

Im Rahmen der jüngsten Reform der Lehr­erbildung in Baden-Württemberg wurde ein Grundmodul zu Fragen der Inklusion und den Umgang mit Heterogenität für alle Lehr­amts­studien­gänge eingeführt. Dafür fördert das Land Baden-Württemberg in seiner Förderlinie „Leuchttürme der Lehr­erbildung“ Projekte, die gezielt inhaltliche Schwerpunkte der Lehr­erbildungs­reform aufgreifen.

Das Mannheimer Projekt „Herausforderung Heterogenität – Theorie-Praxis-Kooperation zur evidenz­basierten und praxis­orientierten Professionalisierung von (angehenden) Lehr­kräften an beruflichen Schulen“ hat zum Ziel, angehende Lehr­erinnen und Lehrer auf den Umgang mit zunehmender Heterogenität im Klassenzimmer vorzubereiten. Die Berücksichtigung der unterschiedlichen Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler ist eine entscheidende Komponente im professionellen Handeln von Lehr­kräften. Dafür sollen Konzepte entwickelt werden, um den Herausforderungen der Heterogenität praxisnah, problem­orientiert und forschungs­basiert zu begegnen.

Um sich der Thematik zu nähern, hospitieren Master­studierende der Wirtschafts­pädagogik im Rahmen eines Service Learning Lehr­angebots an beruflichen Schulen in Mannheim (Friedrich-List-Schule, Max-Hachenburg-Schule, Eberhard-Gothein-Schule, Carl-Benz-Schule, Werner-von-Siemens-Schule, Carlo-Schmid-Schule). Ziel ist es, den Umgang mit Heterogenität zu beobachten, zu dokumentieren und zu analysieren. Die Er­kenntnisse werden von folgenden Seminar­gruppen systematisch aufgearbeitet und für die Entwicklung und Über­prüfung von schulischen Interventionen genutzt. Nach erfolgreicher Implementation stehen diese Maßnahmen auch für die Weiterbildung von (angehenden) Lehr­personen zur Verfügung. Das Vorhaben verknüpft so Lernen in der Praxis und für die Praxis, Unterrichts­entwicklung und forschendes Lernen in der Lehr­erbildung und adressiert somit zentrale Aspekte der professionellen Entwicklung von (angehenden) Lehr­personen.


Kognitive Aktivierung im Wirtschaft und Gesellschaft-Unterricht in der Schweiz

in Kooperation mit Prof. Dr. Doreen Holtsch, Leiterin des Instituts für Professionsforschung und Kompetenz­entwicklung an der Pädagogische Hochschule St.Gallen

Im Projekt geht es um die Analyse der Initiierung kognitiver und metakognitiver Aktivitäten von Lehr­kräften im Wirtschaft und Gesellschaft-Unterricht in der Schweiz. Die Analyse erfolgt auf Basis von Videodaten, die im Rahmen des LINCA Leading House-Projekts am Lehr­stuhl von Prof. Franz Eberle, Universität Zürich, im Herbst 2014 bei neun Klassen in jeweils zwei bis drei Lektionen des Ausbildungs­berufs Kaufmann/Kauffrau in der Deutschschweiz erhoben wurden. Die Initiierung kognitiver und metakognitiver Aktivitäten werden mittels des Event Sampling-Verfahren kodiert und deren Qualität bestimmt


Ökonomische Experimente im Wirtschafts­lehr­e­unterricht

Das Projekt soll Er­kenntnisse dazu liefern, wie das Verständnis grundlegender ökonomischer Konzepte mit Hilfe von ökonomischen Experimenten gefördert werden kann. Es geht um die Frage, inwiefern ökonomische Experimente geeignet sind, ökonomisches Denken zu fördern. Schülerinnen und Schüler des Wirtschafts­gymnasiums und des kaufmännischen Berufskollegs nehmen mehrfach an ökonomischen Experimenten zu öffentlichen Gütern (Fischerei-Spiel) teil. Das Experiment wurde eingesetzt, um im Kontext einer spieltheoretischen Dilemma-Situation die Eigenschaften von (unreinen) öffentlichen Gütern zu verdeutlichen. Ziel ist es, einen Einblick in den Lern- und Verstehensprozess der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler zu gewinnen.