Wann fördert Digitalisierung Nachhaltigkeit?
Diese Frage ist nicht nur für die Wissenschaft relevant. Sie beeinflusst, wie Führungskräfte Investitionsentscheidungen treffen, wie politische Entscheidungsträger Regulierungen gestalten und wie Organisationen Innovationen vorantreiben und Klimaziele erreichen. In diesem Research in a Minute-Video geht Postdoc Alicia Minnerup dieser Frage näher nach und zeigt auf Grundlage empirischer Forschung, wann und wie Digitalisierung zu besseren Umweltresultaten führen kann.
Digitalisierung zahlt sich unter den richtigen Bedingungen aus
Anhand einer umfassenden Analyse von US-Unternehmen untersucht die Studie, wie stark sie auf Digitalisierung ausgerichtet sind und welche Auswirkungen dies auf ihre ökologische Leistung hat. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Unternehmen mit stärkerer digitaler Ausrichtung bessere Umweltresultate erzielen. Sie nutzen beispielsweise Ressourcen effizienter, verursachen weniger Emissionen und investieren stärker in umweltfreundliche Innovationen. Diese Vorteile ergeben sich jedoch nicht automatisch. Sie entstehen nur dann, wenn Unternehmen über eine klare nachhaltigkeitsbezogene Governance verfügen, etwa in Form eines Nachhaltigkeitsgremiums oder einer an ESG-Kriterien gekoppelten Vergütung.
Die zentrale Erkenntnis? Digitale Technologien können Nachhaltigkeit fördern, aber nur, wenn Governance und Strategie aufeinander abgestimmt sind. Richten Unternehmen ihre digitalen Initiativen an ESG-Prioritäten aus, werden ökologische Verbesserungen messbar und wirksam.
