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Foto: Rike Allendörfer

CumEx-Files 2.0: Neuberechnung des Steuerschadens durch Cum-Ex/Cum-Cum

Forscherteam unter der Leitung von Professor Dr. Christoph Spengel zeigt auf: Steuerschaden durch Cum-Ex/Cum-Cum Deals deutlich höher als ursprünglich gedacht.

Die Verluste durch betrügerische so genannte Cum-Ex und Cum-Cum Geschäfte  sind noch höher als bisher angenommen. Ein internationales Recherche­netzwerk, koordiniert durch die investigative Organisation „Correctiv“, hat heute seine Ergebnisse seiner „CumEx-Files 2.0“ veröffentlicht. Diese basieren auf aktualisierten Schätzungen des durch die Machenschaften verursachten Steuerschadens.

Prof. Dr. Christoph Spengel, Inhaber des Mannheimer Lehr­stuhls für betriebs­wirtschaft­liche Steuerlehre II, hat den Verlust für zwölf Länder in den Jahren 2000 bis 2020 gemeinsam mit seinen Doktoranden Christopher Ludwig und Daniel Klein neu berechnet. Das Team geht von einem Schaden von etwa 150 Milliarden Euro aus – bisher lagen die Schätzungen bei etwa 55 Milliarden. Allein in Deutschland seien durch Cum-Ex, Cum-Cum und ähnliche Geschäfte in den Jahren 2000 bis 2020 ein Steuerschaden von mindestens 35,9 Milliarden Euro entstanden.

Berichte zu CumEx-Files 2.0 sind in der nationalen Tagespresse (z.B. ZEIT, FAZ, Das Erste) sowie in internationalen Medien (z.B. BBC) erschienen. Im TV berichtete unter Anderem die ARD in ihrer Sendung Panorama (ab Minute 9:16).

Christoph Spengel veröffentlicht seit 2015 Fach­aufsätzen zur Illegalität der Cum-Ex-Geschäfte. Damit brachte er die Aufdeckung und strafrechtliche Verfolgung der betrügerischen Milliardengeschäfte mit ins Rollen. 2016 war er Sachverständiger und Gutachter des 4. Untersuchungs­ausschuss (Cum/Ex) der 18. Wahlperiode des Deutschen Bundestags;  2018 Sachverständiger für das Europäische Parlament bei der Öffentlichen Anhörung “Cum Ex scandal: financial crime and the loopholes in the current legal framework”. Seit 2019 ist Professor Spengel Wissenschaft­licher Beirat des Bunds Deutscher Kriminalbeamter.
 

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