Neue Veröffentlichung: Energiewende und Digitalisierung

Energiewende und Digitalisierung sind zwei der großen Bereiche gegenwärtiger Trans­formation. Die Digitalisierung wird dabei immer häufiger als unabdingbare Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende bezeichnet. Wie die beiden Trans­formations­bereiche regulatorisch miteinander verbunden sind, beleuchtet die neue Veröffentlichung in der Zeitschrift „Die Verwaltung“, Ausgabe 2026/2.

Die Digitalisierung gilt weithin als zentrale Voraussetzung für den Erfolg der Energiewende. Infolgedessen überschneiden sich die Rechts­vorschriften zur Energiewende zunehmend mit denen zur Digitalisierung – insbesondere hinsichtlich Smart Meters , intelligenten Netzen und Smart Markets. In der zweiten Ausgabe des Jahres 2026 (S. 223–258) legt Hans Flemming Maltzahn dar, dass der europäische und der deutsche Gesetzgeber in diesen beiden Bereichen traditionell unter­schiedliche Regulierungs­ansätze verfolgt haben. Während das Recht der Energiewende eher proaktiv sei und eine vorausschauende Regulierungs­haltung eingenommen habe, seidas Digitalisierungs­recht weitgehend durch einen reaktiven, rückblickenden Ansatz gekennzeichnet. Er zeigt, dass sich an der Schnittstelle zwischen Energiewende- und Digitalisierungs­recht derzeit ein Wandel der Regulierungs­ansätze vollzieht. Der rechtliche Rahmen für die digitalisierte Energiewende entferne sich vom reaktiven Ansatz und wendet sich dem proaktiven, vorausschauenden Ansatz zu. 

Aufbauend auf dieser Entwicklung identifiziert der Artikel vielversprechende Möglichkeiten zur Weiter­entwicklung des Rechts­rahmens für die Digitalisierung der Energiewende. Unter Rückgriff auf zentrale Er­kenntnisse aus der interdisziplinären Trans­formations­forschung verfeinert Hans Flemming Maltzahn Regulierungs­konzepte für die Einführung von Smart Meters (intelligenter Zähler), den Betrieb intelligenter Netze, virtuelle Kraftwerke, Smart Markets und die Gewährleistung von Cybersicherheit. Schließlich zeigt der Artikel, dass die Entwicklung des rechtlichen Rahmens über die spezifischen Bereiche der Digitalisierung und der Energiewende hinausgeht. Die Studie legt nahe, dass die rechtliche Regulierung von Trans­formations­prozessen nur dann wirksam sein kann, wenn sich der Gesetzgeber an den Regulierungs­ansatz hält, der dem gesamten Trans­formations­feld zugrunde liegt und es prägt.

Abrufbar unter: https://elibrary.duncker-humblot.com/article/77228/vom-regeln-zum-lenken-das-recht-der-digitalisierung-der-energiewende-in-der-transformation

Fundstelle: Die Verwaltung 59 (2026), S. 223–258.

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