Studie: Reaktion von Betroffenen auf Datenlecks

Datenlecks sorgen regelmäßig für Empörung und erschüttern das Vertrauen in digitale Plattformen. Doch wie nachhaltig verändern solche Vorfälle tatsächlich die Einstellungen der Betroffenen? Ein Forschungs­team um Prof. Dr. Hartmut Höhle von der Universität Mannheim ist dieser Frage anhand des Cambridge-Analytica-Skandals bei Facebook nachgegangen.

Die Studie unter­sucht erstmals, wie sich die Einstellungen tatsächlich betroffener Nutzerinnen über die Zeit verändern. Dafür wurden zunächst 380 Facebook-Nutzerinnen befragt, sechs Monate später erneut 183 Personen. Die Ergebnisse wurden in der Fach­zeitschrift Information Systems Research veröffentlicht.

Die Forschenden zeigen: Direkt nach Bekanntwerden des Datenskandals sinken Vertrauen und Loyalität gegenüber der Plattform deutlich, während Gefühle wie Wut und Enttäuschung zunehmen. Nach rund sechs Monaten schwächen sich diese Unter­schiede jedoch weitgehend ab.

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