Die verborgene Ökonomie der Kreislaufwirtschaft von E-Auto-Batterien
23.07.2026
Jährlich 20 – 22 Millionen neue E-Auto-Registrierungen schaffen einen Milliardenmarkt für Altbatterien. Doch was ist ökonomischer: die Zweitnutzung von Elektroauto-Batterien oder das direkte Recycling der Wertstoffe?
In diesem Research in a Minute-Video untersucht Dr. Amadeus Bach, Forscher am Mannheim Institute for Sustainable Energy Studies (MISES), diese Frage.
Den „Fair Market Value“ berechnen
Gemeinsam mit Prof. Dr. Stefan Reichelstein und Kolleg*innen aus Stanford, Prof. Dr. Simona Onori und Jihan Zhuang, entwickelte Bach ein Modell zur Bestimmung des „Fair Market Value“. Ihr Ziel: den finanziellen Wendepunkt zwischen Wiederverwendung und Recycling vorherzusagen. Die Forschenden präsentieren ein präzises Modell zur Bestimmung des Marktwerts gebrauchter Akkus, wobei technologische Fortschritte und sinkende Neupreise berücksichtigt werden.
Die Batteriechemie macht den Unterschied
Ein zentrales Ergebnis ist, dass sich die Wiederverwendung bei LFP-Batterien aufgrund ihrer Langlebigkeit fast immer lohnt. Im Gegensatz dazu ist bei NCX-Batterien das sofortige Recycling oft wirtschaftlicher, da deren wertvolle Rohstoffe wie Nickel und Kobalt hohe Erlöse versprechen.
Die Forschungsergebnisse liefern damit eine Roadmap für die strategische Planung und Entwicklung in der Industrie: Das Modell bietet eine Basis für die Entscheidung, ob Kapital in Recycling-Infrastruktur oder in Repurposing-Anlagen fließen sollte.
