Luftaufnahme eines Flächenbrandes mit dichter Rauchentwicklung in einer trockenen Landschaft.

Warum Extremwetter mehr kostet, als wir denken

19. August 2026

Europa erlebt erneut einen Sommer mit extremen Wetterereignissen. Hitzewellen haben weite Teile des Kontinents erfasst, während Waldbrände, Dürren und außergewöhnlich niedrige Wasserstände auf wichtigen Flüssen wie Rhein und Donau zunehmend Druck auf Gesellschaft, Öko­systeme und die Wirtschaft ausüben. 

Nach den Extremwetterereignissen des Jahres 2025 erinnert auch dieser Sommer daran, dass solche Ereignisse längst keine isolierten Schocks mehr sind.

Während sich ein Großteil der Debatte auf die Aus­wirkungen extremer Wetterereignisse auf Menschen, Tiere und die Natur konzentriert, geht Dr. Sehrish Usman in diesem Research in a Minute-Video einer weiteren wichtigen Frage nach: Welche wirtschaft­lichen Kosten verursachen diese Ereignisse?

Über die sichtbaren Schäden hinaus

Die wirtschaft­lichen Aus­wirkungen von Extremwetter gehen weit über zerstörte Gebäude und Infrastruktur hinaus. Indem die Forschenden die Verluste bei der Bruttowertschöpfung (BWS) betrachten, erfassen sie auch indirekte und langfristige Folgen wie Produktivitätseinbußen, Störungen von Lieferketten und Ernteausfälle.

Die Ergebnisse sind alarmierend: Die Extremwetterereignisse des Jahres 2025 haben in den betroffenen europäischen Regionen schätzungs­weise rund 43 Milliarden Euro an Wirtschafts­leistung gekostet. Und die wirtschaft­lichen Folgen enden nicht, sobald das Extremwetter vorüber ist. Selbst unter der Annahme, dass in den Folgejahren keine weiteren Extremwetterereignisse auftreten, könnten die jährlichen Verluste in diesen Regionen bis 2029 auf 126 Milliarden Euro ansteigen.

Sehen Sie sich das Video an und erfahren Sie, warum die tatsächlichen Kosten von Extremwetter deutlich höher sein könnten als die sichtbaren Schäden.

Mehr zum Thema

Zum Forschungs­papier Über die Forscherin Weitere Research in a Minute-Videos

Zu diesem Thema haben wir bereits einen weiteren Artikel veröffentlicht. Diesen können Sie hier lesen:

Zum Artikel