Eine Gruppe von Studierenden sitzt im Park unter einem Baum.

Nachhaltigkeits­initiativen für die Community

An der Mannheim Business School engagieren sich Studierende, Forschende, Mitarbeitende und Alumni aktiv für Nachhaltigkeit über Forschung und Lehre hinaus. Dieses Engagement zeigt sich in studentischen Initiativen, von Alumni gegründeten Unter­nehmen, sozialen Projekten sowie Kooperationen mit NGOs und gemeinnützigen Organisationen. Gemeinsam übernehmen wir gesellschaft­liche Verantwortung, sowohl auf dem Campus und darüber hinaus.


Logo von KinderHelden.
Uni-Cleverlinge²: Unter­stützung für junge Lernende

Mit dem Projekt „Uni-Cleverlinge²“ der KinderHelden unter­stützt die Mannheim Business School mehr Chancen­gleich­heit im Bildungs­bereich. Studierende begleiten Grundschulkinder aus sozial benachteiligten Familien beim Lernen und fördern ihre persönliche Entwicklung. Das Mentoring hilft, Wissenslücken zu schließen, stärkt das Selbstvertrauen und weckt Freude am Lernen.

Die jährliche Plätzchenbackaktion der Mannheim Business School.
Engagement der Mitarbeitenden

Das Team der Mannheim Business School und des Dekanats engagiert sich regelmäßig in Initiativen in Mannheim und der Region. Dazu gehören unter anderem die Unter­stützung in der Kinderhospiz- und Jugendhilfe sowie weitere soziale Aktivitäten in Mannheim. Zudem beteiligen sich Mitarbeitende an Aktionen wie „Clean Your Campus“ und setzen sich so aktiv für Umwelt- und Gesellschafts­themen ein.


Soziales Engagement als wichtiger Aspekt der Programme

In unseren MBA-Programmen und im Honors Program sind soziale Projekte ein fester Bestandteil des Lehr­plans. Studierende arbeiten zusammen an konkreten sozialen oder nachhaltigen Fragestellungen und wenden ihr Wissen in der Praxis an. Die Projekte fördern Teamarbeit, Verantwortungs­bewusstsein und Projekt­management­fähigkeiten. Die Themen reichen von Bildung und sozialem Engagement bis hin zu Umwelt- und Nachhaltigkeits­projekten.

Ausgezeichnete Initiativen

Mehrere Projekte wurden international ausgezeichnet und zeigen die hohe Qualität und Relevanz dieses Engagements.

Dar­unter zählen L'ESPRIT – Lebanon Solar Power and Light Project, das bei den AMBA Excellence Awards 2024 eine besondere Auszeichnung erhielt, und Where is AMIR, das mit einem AMBA Excellence Award ausgezeichnet wurde. Das 1.000 Bäume Projekt wurde in die Kategorie „Beste CSR- und Nachhaltigkeits­initiative“ nominiert und bei den AMBA & BGA Excellence Awards 2026 als „Highly Commended“ ausgezeichnet. 

Im Folgenden sind einige Beispiele für soziale Projekte näher beschrieben.

  • Unter­stützung für chronisch kranke Kinder durch Organisations­entwicklung

    Dieses Projekt wurde von Teilnehmenden des ESSEC & Mannheim EMBA in Zusammenarbeit mit der Stiftung Courage an der Heidelberger Kinderklinik umgesetzt. Die Organisation unter­stützt chronisch kranke Kinder und ihre Familien über die medizinische Versorgung hinaus.

    Ziel des Projekts war es, interne Prozesse und die externe Kommunikation zu verbessern. Die Studierenden entwickelten eine Content-Strategie, erstellten Vorlagen für die Öffentlichkeits­arbeit und überarbeiteten die Website mit klaren Handlungs­aufforderungen. Zudem optimierten sie Fundraising- und Finanz­prozesse. Durch diese Maßnahmen konnten rund 9.000 Euro an Spenden generiert und die Arbeits­abläufe effizienter gestaltet werden. Außerdem wurden Schulungs­unter­lagen erstellt, um die nachhaltige Umsetzung langfristig zu sichern.

    Das Projekt hat dazu beigetragen, dass die Stiftung Courage die Unter­stützung für betroffene Kinder und ihre Familien sowie ihre Organisation nachhaltig stärken konnte.

  • Plogging-Event: Joggen und das Neckar-Ufer säubern

    Dieses Projekt wurde von MBA-Teilnehmenden gemeinsam mit lokalen Initiativen, wie Neckar CleanUp, Rhine CleanUp und INFINITY Mannheim organisiert. Ziel war es, Umweltbewusstsein zu stärken und die Umgebung entlang des Neckars aktiv zu verbessern.

    Mehr als 50 Teilnehmende sammelten während des Events rund 200 Liter Abfall. Zusätzlich wurden Informationen zur Mülltrennung bereitgestellt und Kooperationen mit NGOs, der Stadtverwaltung und lokalen Start-ups aufgebaut. Das Projekt wurde mit einem Budget von rund 960 Euro umgesetzt, ergänzt durch Sachleistungen der Stadt Mannheim.

    Das Projekt verbindet Bewegung, Umweltschutz und gesellschaft­liches Engagement. Damit schärft es das Bewusstsein der Teilnehmenden und baut langfristige Partner­schaften für künftige Initiativen auf.

  • Inklusive Räume für Kinder mit Behinderungen

    Dieses Projekt von EMBA-Teilnehmenden entstand in Zusammenarbeit mit der Johannes-Diakonie Mosbach, einer spezialisierten Pflege­einrichtung in St. Leon-Rot, für Kinder und Jugendliche (im Alter von 6 bis 18 Jahren) mit schweren und mehrfachen Behinderungen.

    Ziel war es, die Lebens- und Freizeit­bereiche vor Ort zu verbessern und ein inklusives, unter­stützendes Umfeld zu stärken. Gleich­zeitig sollte die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisiert und zusätzliche (finanz­ielle) Unter­stützung gewonnen werden.

    Die Teilnehmenden entwickelten eine Kommunikations­kampagne, erstellten Informations­materialien und veröffentlichten Beiträge in sozialen Medien. Darüber hinaus beteiligten sie sich an der Gestaltung von Spiel- und Außen­bereichen sowie an der Aufwertung der Innenräume, durch bunte Akzente. Durch das Projekt konnten rund 20.000 Euro an Spenden gesammelt werden. Gleich­zeitig wurden die Aufenthaltsqualität und die Freizeit­möglichkeiten für die Kinder deutlich verbessert.

  • Unter­stützung des Tierheims Speyer

    Dieses Projekt wurde von MBA-Teilnehmenden in Zusammenarbeit mit dem gemeinnützigen Tierheim Speyer u.U.e. V. umgesetzt, das sich um die Aufnahme, Pflege und Vermittlung von vernachlässigten oder misshandelten Tieren in der Region kümmert.

    Die Teilnehmenden unter­stützten das Tierheim sowohl praktisch als auch organisatorisch. Vor Ort übernahmen sie Aufgaben wie Instandhaltungs­arbeiten, Gartenpflege und Renovierungen. Insgesamt wurden rund 200 Arbeits­stunden geleistet. Zusätzlich organisierten sie Spendenaktionen und Öffentlichkeits­arbeit, durch die 7.600 Euro gesammelt wurden. Darüber hinaus berieten sie das Tierheim bei der Weiter­entwicklung der Website sowie bei Online-Kommunikation und Marketing.

    Das Projekt verbesserte die Möglichkeiten des Tierheims, Tiere zu versorgen, modernisierte seine Einrichtungen und förderte ein dauerhaftes öffentliches Engagement und Bewusstsein für Tierschutz in der Region.

  • Vernissage: „Kunst schlägt Brücken“

    Das Projekt „Kunst schlägt Brücken“ der Teilnehmenden des Honors Program brachte Menschen unter­schiedlicher Generationen und sozialer Hintergründe durch Kunst zusammen. Studierende organisierten eine Ausstellung mit Werken von Achtklässlern, die im Rahmen der Kulturchallenge „Justice for All“ in 2024 entstanden sind.

    Die Veranstaltung im Stadtzentrum machte die Arbeiten sichtbar und förderte Austausch und Teilhabe. Ziel war es, den Zugang zu Kunst zu verbessern und die Anerkennung junger Menschen zu stärken.

    Dieses soziale Projekt zeigt, wie Kunst Dialog fördern und Menschen verbinden kann.

  • Generationen verbinden – Menschen zu Zeiten des rasanten Wandels vereinen

    Dieses Projekt förderte den Austausch zwischen jüngeren und älteren Menschen. Viele Senior*innen sind von digitalen Entwicklungen ausgeschlossen und fühlen sich im Alltag isoliert. 

    Die Teilnehmenden des Honors Program organisierten einen gemeinsamen Tag in einer Mannheimer Senioren­einrichtung. Im Mittelpunkt standen persönliche Gespräche, gemeinsame Aktivitäten und generations­übergreifendes Lernen. Ein Spaziergang am Rhein bot Raum für Austausch und neue Kontakte. 

    Das Projekt zeigt, wie einfache Begegnungen soziale Verbindung stärken können.

  • Kochworkshop im Kinderheim

    In diesem Projekt vermittelten Teilnehmende des Honors Program Kindern Grundlagen gesunder und nachhaltiger Ernährung. In einem interaktiven Kochworkshop lernten die Kinder auf spielerische Art und Weise, wie eine ausgewogene Ernährung aussieht und wie sie sich im Alltag umsetzen lässt.

    Zu Beginn waren einige Kinder zurückhaltend, entwickelten aber schnell Interesse und Freude am Mitmachen. Ältere Kinder unter­stützten jüngere bei der Zubereitung und übernahmen Verantwortung. Auch weitere Kinder schlossen sich spontan an. Das zeigt, wie positiv das Angebot aufgenommen wurde.

  • Gartenarbeit mit Menschen mit einer Behinderung

    Diese soziale Initiative der Teilnehmenden des Honors Programs förderte den Austausch zwischen Studierenden und Menschen mit Behinderungen. Ziel war es, Begegnungen zu schaffen und voneinander zu lernen, womit man einen Beitrag zur Inklusion leistete.

    Nach einem gemeinsamen Frühstück arbeiteten die Teilnehmenden zusammen im Garten einer Wohnanlage. Sie entfernten Unkraut, bereiteten Beete vor und pflanzten Samen. Menschen mit Behinderungen brachten ihr Wissen ein und unter­stützten die Gruppe aktiv. Dabei entstanden ein offener Austausch und eine angenehme Arbeits­atmosphäre.

    Das Projekt zeigt, wie gemeinsame Aktivitäten die Inklusion, das gegenseitige Lernen und dauerhafte soziale Beziehungen fördern können.


Mitmachen und engagieren

An der Universität Mannheim gibt es über 50 Studierenden­initiativen, davon rund 30 mit Bezug zu ESG-Themen. Studierende haben viele Möglichkeiten, sich zu engagieren und eigene Projekte umzusetzen. Entdecken Sie die verschiedenen Möglichkeiten, sich aktiv einzubringen.


Das Alumni-Netzwerk in Aktion

Alumni, die etwas bewegen

Absolventen der Mannheim Business School haben Unter­nehmen und Organisationen gegründet, die sich für Nachhaltigkeit und gesellschaft­liche Verantwortung einsetzen. Ihre Projekte adressieren Umwelt- und Sozialthemen und zeigen, wie wirtschaft­licher Erfolg und nachhaltiges Handeln zusammenpassen. 

Im Folgenden sind einige inspirierende Beispiele aufgeführt, wie MBS-Absolventen ihre Ideen in einen wirkungs­vollen Impact umwandeln.

Von Alumni gegründete Organisationen und Unter­nehmen

  • Socialbee – Zarah Bruhn

    Die Organisation socialbee, gegründet von Bachelor-Alumna Zarah Bruhn, setzt sich für mehr Chancen­gleich­heit auf dem Arbeits­markt ein. Sie unter­stützt Geflüchtete und Migrant*innen beim Berufseinstieg in Deutschland und vermittelt sie an passende Unter­nehmen, wodurch sie Orientierung schafft und Weiterbildung, sowie Orientierung bietet. Neben der Jobvermittlung bietet socialbee Qualifizierungs­programme, individuelle Beratung und langfristige Begleitung. Ziel ist es, nachhaltige Perspektiven für Menschen und Unter­nehmen zu schaffen. 

    Zarah Bruhn war zudem Mitglied im Rat für nachhaltige Entwicklung der Bundes­regierung und engagiert sich bei der SPRIND Bundes­agentur für Sprunginnovation für soziale Innovationen.

    Weitere Informationen zu socialbee

  • Carbonsate – Johanna Bröll

    Carbonsate, gegründet von Johanna Bröll (EMBA-Alumna), nutzt Holzabfälle, um CO₂ dauerhaft aus der Atmosphäre zu entfernen. Der Ansatz, bekannt als Biomass Storage, schafft stabile Lagerbedingungen, in denen der im Holz gebundene Kohlenstoff langfristig gespeichert bleibt.

    Mit seinen Projekten ermöglicht Carbonsate Unter­nehmen, unvermeidbare Restemissionen durch verifizierte CO₂-Entfernung zu neutralisieren und ihre Net-Zero-Strategien umzusetzen. Als früher Akteur in diesem sich entwickelnden Markt prägt das Unter­nehmen die Weiter­entwicklung von Biomass Storage als Klimalösung aktiv mit.

    Ziel ist es, CO₂-Entfernung im industriellen Maßstab verfügbar zu machen und bis 2032 jährlich über 10 Millionen Tonnen CO₂ aus der Atmosphäre zu entfernen.

    Weitere Informationen zu Carbonsate


Mehr zur Nachhaltigkeit an der Fakultät BWL