Nachhaltigkeitsinitiativen für die Community
An der Mannheim Business School engagieren sich Studierende, Forschende, Mitarbeitende und Alumni aktiv für Nachhaltigkeit über Forschung und Lehre hinaus. Dieses Engagement zeigt sich in studentischen Initiativen, von Alumni gegründeten Unternehmen, sozialen Projekten sowie Kooperationen mit NGOs und gemeinnützigen Organisationen. Gemeinsam übernehmen wir gesellschaftliche Verantwortung, sowohl auf dem Campus und darüber hinaus.
Soziales Engagement als wichtiger Aspekt der Programme

In unseren MBA-Programmen und im Honors Program sind soziale Projekte ein fester Bestandteil des Lehrplans. Studierende arbeiten zusammen an konkreten sozialen oder nachhaltigen Fragestellungen und wenden ihr Wissen in der Praxis an. Die Projekte fördern Teamarbeit, Verantwortungsbewusstsein und Projektmanagementfähigkeiten. Die Themen reichen von Bildung und sozialem Engagement bis hin zu Umwelt- und Nachhaltigkeitsprojekten.
Ausgezeichnete Initiativen
Mehrere Projekte wurden international ausgezeichnet und zeigen die hohe Qualität und Relevanz dieses Engagements.
Darunter zählen L'ESPRIT – Lebanon Solar Power and Light Project, das bei den AMBA Excellence Awards 2024 eine besondere Auszeichnung erhielt, und Where is AMIR, das mit einem AMBA Excellence Award ausgezeichnet wurde. Das 1.000 Bäume Projekt wurde in die Kategorie „Beste CSR- und Nachhaltigkeitsinitiative“ nominiert und bei den AMBA & BGA Excellence Awards 2026 als „Highly Commended“ ausgezeichnet.
Im Folgenden sind einige Beispiele für soziale Projekte näher beschrieben.
Unterstützung für chronisch kranke Kinder durch Organisationsentwicklung
Bild: ESSEC & Mannheim EMBA 2025Dieses Projekt wurde von Teilnehmenden des ESSEC & Mannheim EMBA in Zusammenarbeit mit der Stiftung Courage an der Heidelberger Kinderklinik umgesetzt. Die Organisation unterstützt chronisch kranke Kinder und ihre Familien über die medizinische Versorgung hinaus.
Ziel des Projekts war es, interne Prozesse und die externe Kommunikation zu verbessern. Die Studierenden entwickelten eine Content-Strategie, erstellten Vorlagen für die Öffentlichkeitsarbeit und überarbeiteten die Website mit klaren Handlungsaufforderungen. Zudem optimierten sie Fundraising- und Finanzprozesse. Durch diese Maßnahmen konnten rund 9.000 Euro an Spenden generiert und die Arbeitsabläufe effizienter gestaltet werden. Außerdem wurden Schulungsunterlagen erstellt, um die nachhaltige Umsetzung langfristig zu sichern.
Das Projekt hat dazu beigetragen, dass die Stiftung Courage die Unterstützung für betroffene Kinder und ihre Familien sowie ihre Organisation nachhaltig stärken konnte.
Plogging-Event: Joggen und das Neckar-Ufer säubern
Bild: FTMBA 2025Dieses Projekt wurde von MBA-Teilnehmenden gemeinsam mit lokalen Initiativen, wie Neckar CleanUp, Rhine CleanUp und INFINITY Mannheim organisiert. Ziel war es, Umweltbewusstsein zu stärken und die Umgebung entlang des Neckars aktiv zu verbessern.
Mehr als 50 Teilnehmende sammelten während des Events rund 200 Liter Abfall. Zusätzlich wurden Informationen zur Mülltrennung bereitgestellt und Kooperationen mit NGOs, der Stadtverwaltung und lokalen Start-ups aufgebaut. Das Projekt wurde mit einem Budget von rund 960 Euro umgesetzt, ergänzt durch Sachleistungen der Stadt Mannheim.
Das Projekt verbindet Bewegung, Umweltschutz und gesellschaftliches Engagement. Damit schärft es das Bewusstsein der Teilnehmenden und baut langfristige Partnerschaften für künftige Initiativen auf.
Inklusive Räume für Kinder mit Behinderungen
Bild: MEMBA 2025Dieses Projekt von EMBA-Teilnehmenden entstand in Zusammenarbeit mit der Johannes-Diakonie Mosbach, einer spezialisierten Pflegeeinrichtung in St. Leon-Rot, für Kinder und Jugendliche (im Alter von 6 bis 18 Jahren) mit schweren und mehrfachen Behinderungen.
Ziel war es, die Lebens- und Freizeitbereiche vor Ort zu verbessern und ein inklusives, unterstützendes Umfeld zu stärken. Gleichzeitig sollte die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisiert und zusätzliche (finanzielle) Unterstützung gewonnen werden.
Die Teilnehmenden entwickelten eine Kommunikationskampagne, erstellten Informationsmaterialien und veröffentlichten Beiträge in sozialen Medien. Darüber hinaus beteiligten sie sich an der Gestaltung von Spiel- und Außenbereichen sowie an der Aufwertung der Innenräume, durch bunte Akzente. Durch das Projekt konnten rund 20.000 Euro an Spenden gesammelt werden. Gleichzeitig wurden die Aufenthaltsqualität und die Freizeitmöglichkeiten für die Kinder deutlich verbessert.
Unterstützung des Tierheims Speyer
Bild: PTMBA 2026Dieses Projekt wurde von MBA-Teilnehmenden in Zusammenarbeit mit dem gemeinnützigen Tierheim Speyer u.U.e. V. umgesetzt, das sich um die Aufnahme, Pflege und Vermittlung von vernachlässigten oder misshandelten Tieren in der Region kümmert.
Die Teilnehmenden unterstützten das Tierheim sowohl praktisch als auch organisatorisch. Vor Ort übernahmen sie Aufgaben wie Instandhaltungsarbeiten, Gartenpflege und Renovierungen. Insgesamt wurden rund 200 Arbeitsstunden geleistet. Zusätzlich organisierten sie Spendenaktionen und Öffentlichkeitsarbeit, durch die 7.600 Euro gesammelt wurden. Darüber hinaus berieten sie das Tierheim bei der Weiterentwicklung der Website sowie bei Online-Kommunikation und Marketing.
Das Projekt verbesserte die Möglichkeiten des Tierheims, Tiere zu versorgen, modernisierte seine Einrichtungen und förderte ein dauerhaftes öffentliches Engagement und Bewusstsein für Tierschutz in der Region.
Vernissage: „Kunst schlägt Brücken“
Bild: 1. Kohorte des Honors ProgramDas Projekt „Kunst schlägt Brücken“ der Teilnehmenden des Honors Program brachte Menschen unterschiedlicher Generationen und sozialer Hintergründe durch Kunst zusammen. Studierende organisierten eine Ausstellung mit Werken von Achtklässlern, die im Rahmen der Kulturchallenge „Justice for All“ in 2024 entstanden sind.
Die Veranstaltung im Stadtzentrum machte die Arbeiten sichtbar und förderte Austausch und Teilhabe. Ziel war es, den Zugang zu Kunst zu verbessern und die Anerkennung junger Menschen zu stärken.
Dieses soziale Projekt zeigt, wie Kunst Dialog fördern und Menschen verbinden kann.
Generationen verbinden – Menschen zu Zeiten des rasanten Wandels vereinen
Dieses Projekt förderte den Austausch zwischen jüngeren und älteren Menschen. Viele Senior*innen sind von digitalen Entwicklungen ausgeschlossen und fühlen sich im Alltag isoliert.
Die Teilnehmenden des Honors Program organisierten einen gemeinsamen Tag in einer Mannheimer Senioreneinrichtung. Im Mittelpunkt standen persönliche Gespräche, gemeinsame Aktivitäten und generationsübergreifendes Lernen. Ein Spaziergang am Rhein bot Raum für Austausch und neue Kontakte.
Das Projekt zeigt, wie einfache Begegnungen soziale Verbindung stärken können.
Kochworkshop im Kinderheim
Bild: 2. Kohorte des Honors Program 2024/2025 In diesem Projekt vermittelten Teilnehmende des Honors Program Kindern Grundlagen gesunder und nachhaltiger Ernährung. In einem interaktiven Kochworkshop lernten die Kinder auf spielerische Art und Weise, wie eine ausgewogene Ernährung aussieht und wie sie sich im Alltag umsetzen lässt.
Zu Beginn waren einige Kinder zurückhaltend, entwickelten aber schnell Interesse und Freude am Mitmachen. Ältere Kinder unterstützten jüngere bei der Zubereitung und übernahmen Verantwortung. Auch weitere Kinder schlossen sich spontan an. Das zeigt, wie positiv das Angebot aufgenommen wurde.
Gartenarbeit mit Menschen mit einer Behinderung
Diese soziale Initiative der Teilnehmenden des Honors Programs förderte den Austausch zwischen Studierenden und Menschen mit Behinderungen. Ziel war es, Begegnungen zu schaffen und voneinander zu lernen, womit man einen Beitrag zur Inklusion leistete.
Nach einem gemeinsamen Frühstück arbeiteten die Teilnehmenden zusammen im Garten einer Wohnanlage. Sie entfernten Unkraut, bereiteten Beete vor und pflanzten Samen. Menschen mit Behinderungen brachten ihr Wissen ein und unterstützten die Gruppe aktiv. Dabei entstanden ein offener Austausch und eine angenehme Arbeitsatmosphäre.
Das Projekt zeigt, wie gemeinsame Aktivitäten die Inklusion, das gegenseitige Lernen und dauerhafte soziale Beziehungen fördern können.
Mitmachen und engagieren
An der Universität Mannheim gibt es über 50 Studierendeninitiativen, davon rund 30 mit Bezug zu ESG-Themen. Studierende haben viele Möglichkeiten, sich zu engagieren und eigene Projekte umzusetzen. Entdecken Sie die verschiedenen Möglichkeiten, sich aktiv einzubringen.
Das Alumni-Netzwerk in Aktion

Alumni, die etwas bewegen
Absolventen der Mannheim Business School haben Unternehmen und Organisationen gegründet, die sich für Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung einsetzen. Ihre Projekte adressieren Umwelt- und Sozialthemen und zeigen, wie wirtschaftlicher Erfolg und nachhaltiges Handeln zusammenpassen.
Im Folgenden sind einige inspirierende Beispiele aufgeführt, wie MBS-Absolventen ihre Ideen in einen wirkungsvollen Impact umwandeln.
Von Alumni gegründete Organisationen und Unternehmen
Socialbee – Zarah Bruhn
Die Organisation socialbee, gegründet von Bachelor-Alumna Zarah Bruhn, setzt sich für mehr Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt ein. Sie unterstützt Geflüchtete und Migrant*innen beim Berufseinstieg in Deutschland und vermittelt sie an passende Unternehmen, wodurch sie Orientierung schafft und Weiterbildung, sowie Orientierung bietet. Neben der Jobvermittlung bietet socialbee Qualifizierungsprogramme, individuelle Beratung und langfristige Begleitung. Ziel ist es, nachhaltige Perspektiven für Menschen und Unternehmen zu schaffen.
Zarah Bruhn war zudem Mitglied im Rat für nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung und engagiert sich bei der SPRIND Bundesagentur für Sprunginnovation für soziale Innovationen.
Carbonsate – Johanna Bröll
Carbonsate, gegründet von Johanna Bröll (EMBA-Alumna), nutzt Holzabfälle, um CO₂ dauerhaft aus der Atmosphäre zu entfernen. Der Ansatz, bekannt als Biomass Storage, schafft stabile Lagerbedingungen, in denen der im Holz gebundene Kohlenstoff langfristig gespeichert bleibt.
Mit seinen Projekten ermöglicht Carbonsate Unternehmen, unvermeidbare Restemissionen durch verifizierte CO₂-Entfernung zu neutralisieren und ihre Net-Zero-Strategien umzusetzen. Als früher Akteur in diesem sich entwickelnden Markt prägt das Unternehmen die Weiterentwicklung von Biomass Storage als Klimalösung aktiv mit.
Ziel ist es, CO₂-Entfernung im industriellen Maßstab verfügbar zu machen und bis 2032 jährlich über 10 Millionen Tonnen CO₂ aus der Atmosphäre zu entfernen.




