Weibliche Chefs arbeiten besonders in einer Sparte in der Finanz­welt

Genderdiversität bleibt eine anhaltende Herausforderung in der Finanz­branche. Zwar wurden in den vergangenen Jahren Fortschritte erzielt, dennoch sind Frauen weiterhin unter­repräsentiert – insbesondere in Führungs­positionen. Dieses Ungleich­gewicht verstärkt sich auf höheren Management­ebenen deutlich und wirft Fragen nach strukturellen Barrieren und den Arbeits­bedingungen in der Branche auf.

Ein Artikel im private banking magazin greift diese Thematik auf und zitiert die Studie „Gender Diversity in der Asset‑Management‑Industrie“, die von KPMG, den Fondsfrauen und der Universität Mannheim verfasst wurde. Zu den drei Autorinnen der Studie zählt Prof. Dr. Alexandra Niessen‑Ruenzi, Inhaberin des Lehr­stuhls für Allgemeine Betriebs­wirtschafts­lehre und Corporate Governance. 

Der Beitrag zeigt, dass der Frauenanteil in der deutschsprach­igen Finanz­branche insgesamt deutlich unter dem der Männer liegt und sich dieser Unter­schied insbesondere auf höheren Führungs­ebenen stark verstärkt. Eine Ausnahme bildet der Bereich der öffentlichen Pensionsfonds, in dem der Frauenanteil vergleich­sweise höher ist als in anderen Segmenten der Finanz­branche, auch wenn dort weiterhin überwiegend Männer Führungs­positionen innehaben. Als mögliche Gründe werden eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie ein weniger aggressives Arbeits­umfeld genannt.

Mehr zum Thema

Zurück