Gender-Pay-Gap: Wie groß ist die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern?

Der Gender-Pay-Gap bleibt ein anhaltendes Problem auf dem Arbeits­markt. Trotz fortlaufender Diskussionen und politischer Maßnahmen verdienen Frauen im Durchschnitt weiterhin deutlich weniger als Männer. Dies wirft zentrale Fragen nach den Ursachen dieser Unter­schiede und danach auf, welche Veränderungen in Gesellschaft und Organisationen notwendig sind, um sie zu verringern.

Das Stepstone Magazin greift das Thema im Rahmen seiner Bericht­erstattung zum „Gender-Pay-Gap 2023“ auf und befragt Prof. Dr. Alexandra Niessen‑Ruenzi, Inhaberin des Lehr­stuhls für Allgemeine Betriebs­wirtschafts­lehre und Corporate Governance.

Die Berechnung des unbereinigten Gender-Pay-Gaps aus dem StepStone Gehaltsreport 2023 zeigt, dass Frauen jährlich 13,06 Prozent Brutto-Gehalt weniger verdienen als Männer. Laut Prof. Niessen-Ruenzi liegen die Gründe dafür vor allem darin, dass Frauen häufiger in schlecht bezahlten Jobs arbeiten und ihre Arbeits­zeit oft reduzieren, wenn sie Mütter werden. 

Prof. Niessen-Ruenzi hebt auch hervor, dass sich das Gender-Pay-Gap seit den 80er Jahren zwar verringert hat, es in den letzten Jahren aber nur noch sehr langsam abgenommen habe. Diese Tendenz zur Stagnation begründet sie unter anderem mit strukturellen Defiziten und sozialen Stigmata bezüglich der Kinderbetreuung. Auch Arbeitgeber könnten es Eltern, beispielsweise durch flexible Homeoffice-Regelungen, leichter machen.

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